Umweltaktivitäten an der Grundschule Haslach

Das Vermitteln von Umweltbewusstsein hat an der Grundschule Haslach einen hohen Stellenwert. Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt und ihren Ressourcen, die Achtsamkeit und der Respekt vor der Natur sollte Grundprinzip menschlichen Handelns sein. Vor diesem Hintergrund fiel die Wahl des Jahresthemas an der Grundschule Haslach im Schuljahr 2019/20 auf den Bereich "Natur und Umwelt" und rückte verschiedene Aspekte zu diesem Themenbereich in den Fokus. Durch Unterrichtsgänge auf die Wiese/ Obstwiese oder in den Wald erlebten die Kinder die Natur im Einzugsbereich der Schule hautnah und aktiv und lernten sie wertzuschätzen und zu schützen. Die Notwendigkeit verantwortungsbewusst mit der Umwelt umzugehen ergibt sich als Folge daraus. Produkte aus der Region zu konsumieren (z. B. Äpfel), Wasser und Strom zu sparen, auf Plastik zu verzichten, etc. - das sind nur einige wenige Lerneffekte, die sich aus den Umweltaktivitäten an der Schule ergeben und sich im täglichen Handeln und Denken der Schüler festsetzen.

Weitere in der Schule verankerte Maßnahmen zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen:

Die Grundschule Haslach nimmt am Schulfruchtprogramm mit Bioobst und -gemüse von der Chiemgaukiste teil. Beim gesunden Frühstück, das einmal pro Monat in den Klassen stattfindet, wird Wert auf regionale und saisonale Bioprodukte gelegt. Bei der Verpackung des Pausenbrots achten viele Familien auf eine verpackungsfreie Mahlzeit. Der Müll wird an der Grundschule Haslach getrennt entsorgt. Es wird Recyclingpapier als Kopierpapier verwendet. Die Lehrer achten darauf, möglichst wenig Kopien anzufertigen. Elternbriefe werden per ESIS digital verschickt, um Papier zu sparen. In mehreren Klassen werden Heftumschläge aus Papier statt Plastik verwendet. Bei Schulfesten o.ä. wird auf Einmalgeschirr und Plastikbecher verzichtet. Stromsparmaßnahmen werden von allen Mitgliedern der Schulfamilie getragen (Stoßlüften, Licht aus etc.). Bei der Anschaffung der Laptops wurde für eine längere Haltbarkeit auf gute Qualität und das Siegel "Blauer Engel" geachtet.

Das Thema „Mobilität im Schulalltag“ beschäftigte die Kinder der vierten Klasse. Sie diskutierten in der Klasse, wie man seinen Schulweg möglichst "umwelt- und klimafreundlich" gestalten kann und entwickelten die Idee, Schülerbefragungen in den einzelnen Klassen zu diesem Thema  durchzuführen, um einen Ist-Stand zu erheben. Im Oktober erstellten sie ein Diagramm, auf dem sie ihre Ergebnisse festhielten. Dieses präsentierten sie der Schulgemeinde in einer der wöchentlichen Schulversammlungen. Sie erklärten, dass Kohlenstoffdioxid dem Klima schadet und motivierten ihre Mitschüler dazu, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Roller in die Schule zu kommen. Obwohl das die meisten Kinder an der Grundschule Haslach bereits machen, gibt es immer noch viele Kinder, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Im Juli wurden die einzelnen Klassen noch einmal zu ihrem Schulweg befragt, um Veränderungen in den Gewohnheiten zu dokumentieren und im besten Falle eine Verbesserung zu den Daten im Oktober festzustellen. Die Ergebnisse aus dieser Befragung müssen allerdings erst noch ausgewertet werden und liegen derzeit noch nicht vor.

Am Mittwoch wanderten wir zu einer Obstwiese in Mühlen, um dort Apfelsaft herzustellen. Dort trafen wir Herrn Voigt und seine Kollegin vom Landschaftspflegeverband Traunstein. Als Erstes erklärten sie uns den Unterschied zwischen Obstwiese und Obstplantage. Auf einer Obstwiese stehen alle Bäume mit viel Abstand, was bewirkt: Wenn ein Baum krank ist, stirbt nur dieser. Es gibt auch auf der Wiese unterschiedliche Obstsorten wie z.B. Äpfel, Birnen, Pflaumen, Zwetschgen, Nüsse und Quitten. Jedes Dorf hatte bis 1950 eine eigene Obstwiese, denn bis zu diesem Jahr versorgte sich Deutschland mit eigenem Obst. Das Obst konnte man haltbar machen, indem man Marmelade, Likör, Schnaps und Saft herstellte. Früher waren getrocknete Apfelringe die Süßigkeiten von den Kindern. Obstplantage: Die Früchte werden gespritzt. Es gibt nur kleine Bäume, die eng aneinander stehen, was bedeutet: Wenn ein Baum krank wird, steckt er sofort die anderen Bäume an.

Dann fingen wir an Apfelsaft zu pressen. Als Erstes sammelten wir verschiedene Apfelsorten und schnitten sie auf. Vier Kinder stellten sich in einer Reihe auf, jeweils mit einem Brett in der Hand, auf denen Apfelsorten lagen. Nun durften wir die Äpfel probieren. Dann teilte uns Herr Vogt in Gruppen ein. Die erste Gruppe sammelte die Äpfel. Die zweite Gruppe schnitt sie auf oder drehte sie durch einen Apfelschneider, der sie in Spiralen schnitt. Dann kamen die Stücke in die Obstmühle. Man drehte an einer Kurbel und die Stücke wurden noch kleiner. Als Letztes kamen die Stücke in die Obstpresse. In der Obstpresse war ein Leinensack. In diesen wurden die Apfelstücke geschüttet. In der Mitte der Presse befand sich eine Gewindestange. Auf den Leinensack wurden zwei Halbkreise aus Holz gelegt. Auf die Holzplatten kamen große Holzstücke. Nun folgte ein rundes Ding aus Metall, in dem eine Stange steckte. Indem man die Stange vorwärts und rückwärts bewegte, presste man den Saft aus dem Obst. Am Ende konnten wir so vier große Schüsseln Apfelsaft gewinnen. Die Schüler, die gerade nichts zu tun hatten, konnten entweder Nüsse knacken oder Apfelschalentee herstellen. Das ging so: An einer Feuerstelle wurde Wasser in einem Blechgefäß erwärmt. In dieses Wasser kamen die Apfelschalen. Und somit wurde ein leckerer Apfelschalentee gekocht. Wir fanden alle, es war ein sehr schöner Tag! Am Ende sind wir glücklich und erschöpft wieder in die Schule gewandert.

 

Amelie & Ben, 4. Klasse, 19.10.2019

Im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts beschäftigten sich die Kinder der Klasse 3b mit dem Thema „Strom und erneuerbare Energiequellen“. Zusammen mit Therese Huber vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim sammelten sie in insgesamt fünf Unterrichtsstunden grundlegendes Wissen über die Bedeutsamkeit und die Wirkungen von Strom in unserem Alltag, sowie die Möglichkeiten der Stromerzeugung und erfuhren, welche endlichen und erneuerbaren Energiequellen auf der Erde zur Verfügung stehen. Besonders spannend waren für die Kinder die verschiedenen Experimente, bei denen sie neue Kennt­nisse über Treibhauseffekt, Klimawandel und seine Folgen sowie Energiespar­maßnah­men im Alltag sammelten. Auch das Basteln eines Windrades bereitete den Kindern große Freude. Anhand anschaulicher Modelle fanden die angehenden Energiedetektive Antworten auf Fragen wie „Wo verbrauchen wir am meisten Energie im Alltag?“ oder „Wie lüfte ich richtig“.

Zu den Inhalten des Vormittags schrieben die Kinder einen kleinen Energie-Test, bei dem sie ihr Wissen unter Beweis stellen konnten. Stolz nahmen alle eine Urkunde und einen Ausweis als Energiedetektive entgegen, da jeder den Test bestanden hatte. Zuletzt machten sich die kleinen Detektive, ausgerüstet mit einem Luxmeter, einem Thermometer sowie einem Strommessgerät im Schulhaus auf die Spurensuche nach „Energiefressern“ und klebten „Energiefüchse“ als Erinnerung zum Stromsparen an viele Lichtschalter.

Copyright © 2022 Grundschule Haslach. Alle Rechte vorbehalten.