Umweltaktivitäten an der Grundschule Haslach

Bereits zum zweiten Mal beteiligte sich die Grundschule Haslach an der von der AG Umwelt des CHG organisierten Aktion „Plant(s) for Future“.  Am 21.10.2021 säten die beiden ersten Klassen an der Unternbergstraße Klappertopf an, pflanzten Vogelnährgehölze und legten zwei Totholzhaufen an. Die Kinder lernten, dass der Klappertopf als Halbschmarotzer Wiesengräser als Wirte nutzt. Dadurch geht das Gras ein und Blumen können sich auf der Wiese ausbreiten, die dann Bienen, Hummeln und anderen Insekten als wichtige Nahrungsquelle zur Verfügung stehen. Vogelnährgehölze und Totholzhaufen bieten Nahrung und Unterschlupf für zahlreiche Kleintiere. Mit Begeisterung waren alle Kinder dabei und wurden so selbst für Klimaschutz und Artenvielfalt aktiv. Durch die Nähe zur Schule können die Schülerinnen und Schüler über einen langen Zeitraum hinweg beobachten, was sich an den von ihnen bepflanzten Grundstücken entwickelt und verändert.

Am Donnerstag, den 18.11.21 gingen die beiden zweiten Klassen, ermöglicht durch das Projekt "Plant(s) for future" in den Wald oberhalb des Holzbergs. Schon zum zweiten Mal konnte mit Hilfe von Förstern diese Aktion an unserer Schule stattfinden. Die Kinder erfuhren, warum der Wald für uns Menschen so wichtig ist, und wie man Bäume richtig pflanzt. Sie durften sich jeder selber eine kleine Buche aussuchen und dann in vorgebohrten Löchern eingraben. Jeder Baum wurde nochmal von einem Förster geprüft. Dann konnten die Kinder noch Fragen stellen und die Maschine anschauen, die die Löcher gebohrt hatte. Das Projekt hat den Kindern viel Spaß gemacht. Ein Mädchen meinte, es war toll, einfach mal was mit den Händen machen zu dürfen. Allein schon der herbstliche Waldspaziergang zu dem Pflanzort war eine schöne Erfahrung für die Klasse. Die Kinder sind sich sicher, dass sie ihre Bäume regelmäßig besuchen werden und im Sommer auch gießen... Wir werden dran bleiben!

Insgesamt ist diese Aktion ein wichtiger Pfeiler in der Umwelterziehung unserer Kinder und unserem Anspruch als Umweltschule. Unsere Schülerinnen und Schüler wollen selbst aktiv werden und unsere Umwelt besser machen. Heute ist dies ein Stück weit gelungen.

Text: Anna Königbauer

 

 

Im Fach HSU untersuchen Erstklässler das Phänomen "Luft" und ihre Wirkung. Dazu gehört auch, sich über Luftverschmutzung Gedanken zu machen. Das hat auch die 1b gemacht und dazu im Heft frei geschrieben. Die Kinder sollten sich, nachdem sie Faktoren kennengelernt hatten, die zu Luftverschmutzung führen, überlegen, was sie tun können, um unsere Luft sauber zu halten. Heraus kamen tolle Hefteinträge und abschließend die Idee, einen Lichtdienst in der Klasse einzuführen, um Energie zu sparen und damit auch der Luft etwas Gutes zu tun. Zwei Kinder sind nun im wöchentlichen Wechsel dafür zuständig, hinter der Klasse das Licht auszumachen.

 

von: Lisa

von: Jonas

von: Marlene

Im Bereich der Schulbeete und des neuen Gartenhäuschens neben dem Hartplatz stellte die Klasse 3b im Juli ein Insektenhotel auf, das die Kinder zuvor gemeinsam mit einem Schülervater und ihrer Klasslehrerin gebaut und befüllt hatten. Mit Feuereifer wurde gewerkelt, gebohrt und gehämmert. Als Füllmaterial dienten Strohhalme, Bambusrohre und Lehm. Begleitend dazu lernten die Kinder im Unterricht viele interessante Dinge über Wildbienen und Insekten sowie den Nutzen eines Insektenhotels. Wir freuen uns schon darauf, wenn die ersten Bewohner "einziehen" und wir sie beobachten können! 

Bild: David H.

Im hektischen Alltag scheint es oft die sicherste, schnellste und bequemste Art zu sein, die Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Mit unserer Aktion „Elterntaxi? Nein danke!“ möchten wir sowohl Kinder als auch Eltern von den zahlreichen Vorteilen eines Schulwegs ohne „Elterntaxi“ überzeugen, denn durch „Elterntaxis“ entsteht ein hohes Verkehrsaufkommen und Kinder, die selbstständig zur Schule kommen, werden teilweise behindert oder sogar gefährdet.

  • Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Kinder - gerade in der Corona-Zeit - zu wenig bewegen, ist es sinnvoll, sie den Schulweg zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad (Viertklässler erst nach der Fahrradprüfung) antreten zu lassen. Dieser bewegte Einstieg in den Tag macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gesund. Die Kinder sind wacher und können sich im Unterricht anschließend besser konzentrieren.
  • Der gemeinsame Schulweg mit Freunden und Klassenkameraden fördert zudem die soziale Kompetenz und wird gerne genutzt, um Neuigkeiten auszutauschen oder sich zu verabreden.
  • Die Kinder haben außerdem die Möglichkeit, richtiges Verhalten im Straßenverkehr zu üben und gewinnen an Sicherheit im Umgang mit dessen Herausforderungen – zuerst mit Hilfe der Eltern und später alleine oder mit anderen Kindern zusammen. Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung werden gestärkt.
  • Und nicht zuletzt: jeder Weg, der nicht mit dem Auto zurückgelegt wird, schont die Umwelt und wirkt der Klimaerwärmung entgegen, was uns als Umweltschule besonders am Herzen liegt.

Mit der Aktion „Elterntaxi – Nein Danke!“ möchten wir die Kinder und Sie, liebe Eltern, dazu aufrufen, sich klimafreundlich auf den Schulweg zu machen. Jedes Kind erhält von seiner Klassenlehrerin einen „Elterntaxi? Nein danke!“-Pass. In der Zeit vom 21.6. bis 16.7.21 dürfen die Eltern jeden Tag, an dem ihr Kind den Schulweg zu Fuß, mit dem Fahrrad, Roller oder Schulbus zurückgelegt hat, eine Unterschrift eintragen. Wer 15 oder mehr Unterschriften gesammelt hat, kann den gefüllten Pass am Montag, den 19.7.21 wieder in die Schule mitbringen und erhält eine Urkunde. Die aktivsten Klassen dürfen sich zudem auf eine besondere Überraschung freuen!

Eine Bitte: Wenn Ihr Kind noch nie zuvor alleine den Schulweg bestritten hat, sollten Sie das einige Male gemeinsam mit ihm üben. Erklären Sie dabei, wie man sich richtig im Straßenverkehr verhält. Oder begleiten Sie es bis zu einem bestimmten Punkt, von dem aus Ihr Kind den Weg alleine bewältigen kann. Wenn Klassenkameraden in der Nachbarschaft wohnen, können die Kinder gemeinsam zur Schule gehen.

 Wir wünschen allen Beteiligten viel Freude an der Aktion!

Nachtrag: So ist es gelaufen!

Mit großer Freude und Begeisterung waren die Schüler bei der Aktion dabei, so dass am Schuljahresende schließlich 143 Urkunden ausgegeben werden konnten. Und auch die Lehrer gingen mit gutem Beispiel voran: Sie beteiligten sich parallel dazu gemeinsam mit Eltern und Freunden der Schule als Team "Grundschule Haslach" beim Stadtradeln und erradelten 4224 km, wodurch 621 kg CO2 eingespart werden konnten. Für die Zukunft wünschen wir uns natürlich, dass weiterhin möglichst viele Elterntaxis in der Garage bleiben.

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