Umweltaktivitäten an der Grundschule Haslach

Die EuRegio-Wanderausstellung "Coole Kids für prima Klima" bringt Kindern im Grundschulalter das Thema "Klimawandel" spielerisch näher. Dabei werden Inhalte zu Treibhauseffekt und Klimawandel über Mobilität, fossile und erneuerbare Energiequellen und Ernährung bis hin zur Bedeutung des Regenwalds in einem interaktiven Stationenbetrieb anschaulich vermittelt. Zwei Wochen im Mai war die Ausstellung in unserer Aula aufgebaut. In der Zeit bekamen alle Klassen eine Führung zu einem bestimmten Themenschwerpunkt von der Diplom-Biologin Fr. Monika Mitterer vom Umweltpavillon in Übersee. Ein herzlicher Dank ergeht an dieser Stelle an unseren Förderverein, der die Kosten dafür übernommen hat! Auch die Eltern hatten an den Schultagen zwischen 12 und 13 Uhr die Gelegenheit, sich ein Bild von der Ausstellung zu machen. Wir hoffen, dadurch einen Beitrag geleistet zu haben, dass die Kinder Gestaltungsmöglichkeiten für einen klimafreundlicheren Lebensstil kennenlernen. 

Die Klimazonen unserer Erde: Welches Tier lebt auf welchem Kontinent? Eifrig ordneten die Kinder die Tiere zu und überlegten, wie das Klima dort ist.

Was ist der Unterschied zwischen dem natürlichen und dem durch den Menschen verursachten Treibhauseffekt? Auf der Magnettafel sind Erde, Sonne und Pflanzen abgebildet. Die Kinder legten Sonnenstrahlen an, die auf die Erde treffen und wieder ins Weltall reflektiert werden. Aber was passiert, wenn Treibhausgase die Strahlen umlenken und wieder zurück zur Erde schicken?

 Im Treibhauszelt konnten die Kinder den Treibhauseffekt selbst erleben. 

Beim Gemüse/ Obstkreis erfuhren die Kinder etwas über heimische Obst- und Gemüsesorten und welchen Einfluss ihre Ernährung auf das Klima hat.

Sind diese Alltagsgegenstände klimafreundlich oder nicht? Die Kinder überlegten und packten sie je nachdem in die richtige Tasche.

Dieses Jahr war es endlich wieder möglich, klassenübergreifende Projekte durchzuführen und so konnten wir am 2. und 3. Juni 2022 unsere Projekttage zum Thema „Umwelt und Nachhaltigkeit“ durchführen. Jedes Kind durfte vier Workshops auswählen. Die Entscheidung fiel den Kindern oftmals nicht leicht, denn es gab so viele interessante Angebote: den Wald mit allen Sinnen erleben, Müll in der Schulumgebung sammeln, Hafermilch selbst herstellen, mit Müll basteln, Samenbomben für Insekten machen, zum Klimawandel experimentieren, die lange Reise eines T-Shirts kennenlernen, Upcycling-Projekte aus Papier oder alten Planen durchführen, Bienenwachstücher herstellen, Papier schöpfen, eine regionale Brotzeit herrichten und gemeinsam verspeisen etc…

Zum einen gefiel es den Kindern, sich mit anderen Klassen zu durchmischen und einmal von einer einer anderen Lehrerin/ einem anderen Lehrer unterrichtet zu werden. Zum anderen war es schön zu sehen, wie ältere Kinder jüngere beim Lernen unterstützten und sich gegenseitig halfen. Sich nach dem eigenen Interesse Themen auszuwählen machte allen ganz besonders viel Freude.

Aus dem Workshop „Den Wald mit allen Sinnen erleben“:

Wenn Kinder oft eine schöne Zeit im Wald verbringen, trägt das wahrscheinlich schon viel zur Wertschätzung bei.

Letztlich war das auch das Ziel des Workshops. Kinder sollen sich über nachhaltige Erlebnisse und Spiele im Wald mit der Natur verbinden und so eine Beziehung zum Wald aufbauen. Dann werden die Kinder den Wald voraussichtlich auch im späteren Leben als schützenswert erachten.

Nach dem Motto „Nur, was wir Menschen kennen und verstehen, das schätzen und schützen wir.“

So stellten die Kinder fest, dass auch ein Insekt Respekt verdient und seinen Platz in unserem Ökosystem hat.

Der Sehsinn wurde mit einer Lupe, der Hörsinn durch eine Geräuschelandkarte und der Tastsinn durch das Gestalten eines Naturbildes geschärft.

Es entstanden viele kreative Kunstwerke und die Kinder waren sich einig, dass der Workshop im Wald zur eigenen Gesundheit beitrug.

 

Aus dem Insekten-Workshop „Was kriecht und krabbelt und fliegt denn da?“:

Die Kinder lernten die Kennzeichen der Insekten kennen und erarbeiteten anhand eines Nahrungsnetzes, welche Bedeutung Insekten in unseren Ökosystemen haben. Sie überlegten, wie eine Welt ohne Insekten wohl aussehen würde. Dass Insekten stark gefährdet sind und ihre Zahl immer mehr abnimmt, stimmte viele Kinder nachdenklich und so lag der Gedanke nahe, den Insekten helfen zu wollen.

Für die Herstellung von Samenbomben, aus denen insektenfreundliche Blühpflanzen gedeihen, vermischten die Kinder Erde, Lehmpulver und Blumensamen und formten sie zu Kugeln. In alten Eierkartons wurden die Samenbomben nach Hause transportiert. Dort können sie an geeigneten Stellen im Garten ausgelegt werden und die Kinder haben die Möglichkeit, das Wachsen der Blumen und hoffentlich viele Insekten, die sich daran weiden, zu beobachten.

Aus dem Workshop „Wir sammeln Müll in der Schulumgebung“:

Mit Greifzangen, Handschuhen und Mülltüten sowie einer großen Portion Motivation ausgestattet machten sich die Kinder auf den Weg, um den Bereich rund um die Schule von achtlos weggeworfenem Müll zu säubern. Und das war nicht wenig, was da zu finden war: Neben den üblichen Plastik- und Papierabfällen entdeckten die Kinder alte Dachpappe, Styropor und sogar die Reste von einem alten Spielehaus.

Es waren zwei gelungene Projekttage zu einem besonders wichtigen Thema, das der ganzen Schulfamilie sehr am Herzen liegt. Ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umwelt zu wecken und in den Köpfen der Kinder zu verankern ist uns als Umweltschule ein besonderes Anliegen.

Weitere Informationen zur Earth Hour 2022 und zum Rahmenprogramm finden Sie auf der Homepage der Stadt Traunstein .

Dieses Jahr hat sich die Schulfamilie der Grundschule Haslach zur Teilnahme am Sojaexperiment in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim entschieden. Gärtnerinnen und Gärtner aus ganz Deutschland übermitteln dazu regelmäßig Ergebnisse der Sojasaat und Wachstum der Blühpflanzen an die Webseite „1000 Gärten“.

Wir gehören dieses Jahr dazu!


Ziel des Experiments ist es, herauszufinden, welche Pflanzen in unseren Breitengraden besonders gut gedeihen. Dadurch kann in Zukunft unnötiger Import vermieden werden und klimafreundlicher Anbau wird vorangetrieben. Die Schüler beteiligen sich am Gießen und der Pflege des Schulbeetes. Spannend wird es sein, das Wachsen und Gedeihen der Pflänzchen zu beobachten. Am Ende werden die Sojabohnen eingeschickt, ein Teil der Ernte darf jedoch an der Schule verbleiben. Mal sehen, was wir daraus in der Schulküche zaubern werden!

Anna Königbauer

                  

 

Bei unserem Ausflug nach Froschham (bei Kammer) durften wir Herrn Fischer, den Stadtförster, und seine Mitarbeiter im Wald begleiten.

Sie erklärten uns, wie man kleine Bäume einpflanzt, sie heißen Setzlinge. Tannen haben lange Pfahlwurzeln, Fichten sind Flachwurzler. Man muss beim Pflanzen gut aufpassen, dass man die dünnen, empfindlichen Wurzeln nicht verletzt und sie nicht abbrechen.

Wir durften beim Einpflanzen mithelfen. Mit einem motorbetriebenen Erdbohrer, dem Pflanzfuchs, bohrten wir ein Loch in die Erde. Dann steckten wir den Setzling hinein und traten die Erde rundherum wieder fest. 

An diesem Tag erfuhren wir viel über die verschiedenen Baumarten und auch über die Schwierigkeiten, die der Wald momentan hat: Borkenkäfer, Klimawandel, Trockenheit usw.

Auch beim Baumfällen durften wir zusehen. Jeder von uns bekam eine Baumscheibe mit nach Hause.

Uns hat der Ausflug sehr gut gefallen, es war ein toller Vormittag im Wald!

Alisa und Emma, 3b

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